melancholische stimmung. ich bin traurig ohne grund. das ärgert mich. bin
nun richtig wütend, weil ich traurig bin. ein schlag gegen den türrahmen.
kann den schmerz nicht fühlen. nochmal. immer wieder. faust. türrahmen.
lasse die hand in meinem zimmer durch die regalfächer streifen. schneide
mich an einer buchseite. alles liegt auf dem boden. ich hasse unordnung.
irgendetwas liegt zu meinen füßen. ich schiebe meinen rist darunter, dann
fliegt es gegen das fenster. mehr chaos macht mich aggressiver. ich hasse
unordnung so sehr. jetzt liegt das regal quer im zimmer auf dem boden,
ich stehe in gerümpel. muss hier weg. auf ins bad. ich lege mich auf die
kalten fliesen, schließe die augen, bleibe nur kurz liegen, springe wieder
auf und klettere in die dusche. mit kleidern. meine jeans saugt sich mit
brühend heißem wasser voll. ich bade in schande. es ist viel zu heiß, das
t-shirt brennt sich auf meinen rücken. ich versuche mit verzweiflung alles
schlechte, das böse wegzuspülen und bleibe ohne erfolg. alles ist so, so
hässlich hier! so unerträglich hässlich. ich schreite triefend nass durch die
wohnung und schlage alle spiegel ein. ich werde zum wilden tier, bilde
mir ein, auf vier beinen zu gehen. kann mich brüllen hören. es ist alles zu
viel. ein spiegel nach dem anderen. mit den klauen, mit den pranken, mit
der stirn. ich verliere mich in rage. kopf aus. welt aus. ich kehre zurück
ins badezimmer und reiße das fenster auf, dann drehe ich mich um und
plötzlich: erleichterung. erlösung. freiheit. und unordnung. und chaos.
und scherben. und wasser. und blut überall. verdammt, so viel blut hier!
auge um auge
schritt. schritt. schritt. gleich hat er den hügel überwunden. die abstände
zwischen den häusern werden immer kleiner. rechts und links von ihm
leuchten straßenlaternen auf. die sonne geht gerade unter und der wind
dreht. jetzt riecht er den löwenzahn und das wiesenschaumkraut von
den grasflächen her. er zieht seine kapuze mit einer hand über den kopf.
der himmel ist klar und es wird wohl eine kalte nacht werden, doch
solange er sein tempo hält, friert er nicht. alle paar schritte schlurft ein
turnschuh über den trockenen asphalt. er atmet tief ein und aus, als er
weiter in die vorstadt hineinläuft. hier und da riecht es aus den kleinen
küchen und esszimmern nach gebratenem fleisch und dampfendem
kartoffelpüree, er kann es förmlich schmecken. vor einer scheune
spielen kinder im stroh. so klischeehaft! und am wochenende ist das
ein ort der familie. alle sind zu hause bei ihren glücklichen familien und
sind noch glücklicher als sonst, weil sie zusammen sind. er merkt nicht,
dass ihn der anblick der reihenhäuser und gestutzen hecken rührt. die
seine sehnsucht spürt er nur als wut. aggression. sie wächst, blind, und
er läuft nun schneller, den blick starr nach vorn gen horizont gerichtet,
den er vor häusern und bäumen gar nicht sehen kann. und dann diese
luft. so sauber, dass er husten muss. kein blick zurück, er fühlt sich
völlig sicher. wie ein fremder, ein eindringling, aber völlig unauffällig.
wer könnte hier böses erwarten? seine fahle haut und die farbe seiner
jacke verschmilzt mit dem grau des straßenbelags. langsam, vorsichtig
schiebt er seine kalte hand in seine ausgebeulte jackentasche, um zu
überprüfen, ob es noch da ist - das penibel polierte fleischermesser.
zwischen den häusern werden immer kleiner. rechts und links von ihm
leuchten straßenlaternen auf. die sonne geht gerade unter und der wind
dreht. jetzt riecht er den löwenzahn und das wiesenschaumkraut von
den grasflächen her. er zieht seine kapuze mit einer hand über den kopf.
der himmel ist klar und es wird wohl eine kalte nacht werden, doch
solange er sein tempo hält, friert er nicht. alle paar schritte schlurft ein
turnschuh über den trockenen asphalt. er atmet tief ein und aus, als er
weiter in die vorstadt hineinläuft. hier und da riecht es aus den kleinen
küchen und esszimmern nach gebratenem fleisch und dampfendem
kartoffelpüree, er kann es förmlich schmecken. vor einer scheune
spielen kinder im stroh. so klischeehaft! und am wochenende ist das
ein ort der familie. alle sind zu hause bei ihren glücklichen familien und
sind noch glücklicher als sonst, weil sie zusammen sind. er merkt nicht,
dass ihn der anblick der reihenhäuser und gestutzen hecken rührt. die
seine sehnsucht spürt er nur als wut. aggression. sie wächst, blind, und
er läuft nun schneller, den blick starr nach vorn gen horizont gerichtet,
den er vor häusern und bäumen gar nicht sehen kann. und dann diese
luft. so sauber, dass er husten muss. kein blick zurück, er fühlt sich
völlig sicher. wie ein fremder, ein eindringling, aber völlig unauffällig.
wer könnte hier böses erwarten? seine fahle haut und die farbe seiner
jacke verschmilzt mit dem grau des straßenbelags. langsam, vorsichtig
schiebt er seine kalte hand in seine ausgebeulte jackentasche, um zu
überprüfen, ob es noch da ist - das penibel polierte fleischermesser.
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