the truth is not out there
...und manchmal kommt es nur darauf an,
rechtzeitig aufzuhören nachzudenken.
treten auf eigene gefahr
ich trete ein
mit erhobenem kopf
und offenen augen
in das meer aus worten,
das seine tore für mich öffnet.
ich trete ein
in das universum der buchstaben
und druckerschwärze
nimmt mich auf in seine nacht,
die nirgends endet.
ich trete ein
in den bund
der ewig schlaflosen
und wandle
noch in aggressiver erregung.
ich trete aus
meinen schuhen heraus,
meinem leib aus,
meinem sein aus,
dem müssen.
ich trete sie,
die außenwelt,
die unwahren lügen,
nichtssagenden gesichtsausdrücke
und überhaupt hässlichen gesichter
und trete ein
in die endlichkeit
der vergänglichkeit,
die unendlichkeit
der unendlichkeit.
mit erhobenem kopf
und offenen augen
in das meer aus worten,
das seine tore für mich öffnet.
ich trete ein
in das universum der buchstaben
und druckerschwärze
nimmt mich auf in seine nacht,
die nirgends endet.
ich trete ein
in den bund
der ewig schlaflosen
und wandle
noch in aggressiver erregung.
ich trete aus
meinen schuhen heraus,
meinem leib aus,
meinem sein aus,
dem müssen.
ich trete sie,
die außenwelt,
die unwahren lügen,
nichtssagenden gesichtsausdrücke
und überhaupt hässlichen gesichter
und trete ein
in die endlichkeit
der vergänglichkeit,
die unendlichkeit
der unendlichkeit.
dornenkrone
mein
sterben
meine pläne
meine versuche
meine geschichten
meine lügen meine narben
meine träume meine dornenkrone
die unausgesprochenen worte
die ausgesprochenen worte
die ausgespuckten worte
die ungehörten worte
meine dornenkrone
das leid der welt dein schweres herz
so wenig zeit meine dornenkrone
sterben
meine pläne
meine versuche
meine geschichten
meine lügen meine narben
meine träume meine dornenkrone
die unausgesprochenen worte
die ausgesprochenen worte
die ausgespuckten worte
die ungehörten worte
meine dornenkrone
das leid der welt dein schweres herz
so wenig zeit meine dornenkrone
unwürdig
wenn man sich bescheiden fühlt und entsprechend bescheiden aussieht und
dann auch noch ein bescheidenes gefühl im bauch hat, sollte man besser
nicht aus dem haus gehen. denn wenn dann wunder geschehen, können
sie nichts mit uns anfangen und wir haben nichts davon. ich werde zufallist.
dann auch noch ein bescheidenes gefühl im bauch hat, sollte man besser
nicht aus dem haus gehen. denn wenn dann wunder geschehen, können
sie nichts mit uns anfangen und wir haben nichts davon. ich werde zufallist.
die jahre von dir zu mir – paul celan
wieder wellt sich dein haar, wenn ich wein. mit dem
blau deiner augen
deckst du den tisch unsrer liebe: ein bett zwischen
sommer und herbst.
wir trinken, was einer gebraut, der nicht ich war,
noch du, noch ein dritter:
wir schlürfen ein leeres und letztes.
wir sehen uns zu in den spiegeln der tiefsee und
reichen uns rascher die speisen:
die nacht ist nacht, sie beginnt mit dem morgen,
sie legt mich zu dir.
blau deiner augen
deckst du den tisch unsrer liebe: ein bett zwischen
sommer und herbst.
wir trinken, was einer gebraut, der nicht ich war,
noch du, noch ein dritter:
wir schlürfen ein leeres und letztes.
wir sehen uns zu in den spiegeln der tiefsee und
reichen uns rascher die speisen:
die nacht ist nacht, sie beginnt mit dem morgen,
sie legt mich zu dir.
gesonnen
du bist also die sonne und ich, ich bin nur abschaum, lügender und geizig
greifender, geifernder abschaum. und ich bin dir so nah, dass ich eigentlich
in flammen aufgehen müsste, aber es ist zu heiß für mich, um zu brennen.
und wenn ich jetzt meine hand ausstrecke und suche, dich zu berühren,
werde ich jämmerlich verglühen. deine oberfläche wäre leicht mit meinen
fingern zu durchdringen und doch unendlich schmerzvoll. die sonne ist nur
eine von vielen. die sonne ist auch nur ein stern. aber du ziehst mich so
stark an. und wenn ich versuche, dich zu berühren, wirst du denken, ich
schmelze, und mich in deine arme nehmen und sagen, dass alles gut wird.
und ich weiß nicht, ob jetzt alles gut wird, aber ich weiß jetzt, ich bin tot.
greifender, geifernder abschaum. und ich bin dir so nah, dass ich eigentlich
in flammen aufgehen müsste, aber es ist zu heiß für mich, um zu brennen.
und wenn ich jetzt meine hand ausstrecke und suche, dich zu berühren,
werde ich jämmerlich verglühen. deine oberfläche wäre leicht mit meinen
fingern zu durchdringen und doch unendlich schmerzvoll. die sonne ist nur
eine von vielen. die sonne ist auch nur ein stern. aber du ziehst mich so
stark an. und wenn ich versuche, dich zu berühren, wirst du denken, ich
schmelze, und mich in deine arme nehmen und sagen, dass alles gut wird.
und ich weiß nicht, ob jetzt alles gut wird, aber ich weiß jetzt, ich bin tot.
morgengrauen
morgen, morgengrauen,
unser wiedersehen.
mir graut vor dir,
grauer morgen,
ewiges morgengrau.
morgen ergraut,
alles mitangeschaut,
nur nie gern.
guten morgen, grauen.
unser wiedersehen.
mir graut vor dir,
grauer morgen,
ewiges morgengrau.
morgen ergraut,
alles mitangeschaut,
nur nie gern.
guten morgen, grauen.
apart·ment
wie sie sich an den kleinen dingen erfreut! und wie sie von ihnen spricht und
von sich und ihrer welt. und wie gern ich in ihrer welt bin! und wie fremd ich
doch bin. ihr himmel ist bunt gesprenkelt und sie kennt keine der farben,
aber sie hat jeder einzelnen einen namen gegeben. und wenn sie nachts in
mein zimmer schleicht, ist das so schön, aber täte sie's nicht, wär's schöner.
von sich und ihrer welt. und wie gern ich in ihrer welt bin! und wie fremd ich
doch bin. ihr himmel ist bunt gesprenkelt und sie kennt keine der farben,
aber sie hat jeder einzelnen einen namen gegeben. und wenn sie nachts in
mein zimmer schleicht, ist das so schön, aber täte sie's nicht, wär's schöner.
dis·tanz, -tanzen
die distanz
zu den menschen
fehlt
die distanz
zu der erde
fehlt
die distanz
zu allem schlechten
fehlt
die distanz
zum atmen
fehlt
die distanz
zu mir selbst.
zu den menschen
fehlt
die distanz
zu der erde
fehlt
die distanz
zu allem schlechten
fehlt
die distanz
zum atmen
fehlt
die distanz
zu mir selbst.
der sandmann
seine augen sind sandfarben. das sind sie eigentlich nicht, denn
eigentlich sind sie blau, meerwasserblau, wenn man so will, eigentlich
nicht sandfarben jedenfalls. und doch ist es, als hätte er sand in den
augen und sie sehen so müde aus und er sieht müde aus und zerstreut.
und wenn ich in seine augen sehe, sehne ich mich nach der ferne und
fühle mich hier schon fremd und bin nirgendwo je zu hause gewesen.
er ist gestrandet, hat seine träume in den sand gesetzt. und dieser sand
im getriebe immer. er ist auf die knie gesunken, die jetzt rau sind und
wund und sandig. und seine augen sind matt, sein geist abgewetzt,
glanz abgenutzt und spiegelt sich nicht wider. und ich kann mich nicht
in seinen pupillen sehen und wir sind beide verloren in seinen augen,
sind beide allein und haben sand in den schuhen und ist der weg noch
weit? und wohin überhaupt. sand, der sonst immer so angenehm war,
schattenkühl zwischen den zehen, sanfte schwere, so erleichternd, als
sie vom fußrist glitt und die körner zurück in den ozean der
unhaltbarmachlichkeit zurückflossen, abtauchten, aber immer noch in
der mittagssonne glitzerten.
und plötzlich war ich die blauäugige.
eigentlich sind sie blau, meerwasserblau, wenn man so will, eigentlich
nicht sandfarben jedenfalls. und doch ist es, als hätte er sand in den
augen und sie sehen so müde aus und er sieht müde aus und zerstreut.
und wenn ich in seine augen sehe, sehne ich mich nach der ferne und
fühle mich hier schon fremd und bin nirgendwo je zu hause gewesen.
er ist gestrandet, hat seine träume in den sand gesetzt. und dieser sand
im getriebe immer. er ist auf die knie gesunken, die jetzt rau sind und
wund und sandig. und seine augen sind matt, sein geist abgewetzt,
glanz abgenutzt und spiegelt sich nicht wider. und ich kann mich nicht
in seinen pupillen sehen und wir sind beide verloren in seinen augen,
sind beide allein und haben sand in den schuhen und ist der weg noch
weit? und wohin überhaupt. sand, der sonst immer so angenehm war,
schattenkühl zwischen den zehen, sanfte schwere, so erleichternd, als
sie vom fußrist glitt und die körner zurück in den ozean der
unhaltbarmachlichkeit zurückflossen, abtauchten, aber immer noch in
der mittagssonne glitzerten.
und plötzlich war ich die blauäugige.
straßenrand
suchen
streben
brechen
zusammen
gewesen
sein
gewesen
mein
herz
zwei
herzen
brechen
streben
gebrochen
sein
feuer.
streben
brechen
zusammen
gewesen
sein
gewesen
mein
herz
zwei
herzen
brechen
streben
gebrochen
sein
feuer.
viel
du bist meine königin und mein königreich.
du hast dir einfach ausgedacht, hier zu thronen
und ich hab' dir die krone aufgesetzt und das zepter gereicht.
und weil ich dir gern dienen will, darf ich in dir wohnen.
ich hab' dir rosen mitgebracht,
fühlte mich groß und mein herz hat laut gepocht.
du hast die tür aufgemacht,
aber du hast madonnenlilien lieber gemocht.
du bist die endstation, du bist der todesstoß
von der klippe der hingabe in den abgrund der einsamkeit.
du stößt mich hinab, du wirfst mich aus deinem schoß
und rufst noch, dass du mich liebst und es war 'ne schöne zeit.
ich hab' mich dir in die hände gelegt
und du hast mich verloren,
hast deinen ast, an dem ich blühte, abgesägt.
vielleicht werd' ich als spatz wiedergeboren.
ich hab' mich dir vor die füße geworfen, demütig bis aufs blut
und du bist über mich gestolpert.
welches gefühl wäre angemessen – trauer, reue, wut?
die wagons sind über die bahngleise geholpert.
du hast dir einfach ausgedacht, hier zu thronen
und ich hab' dir die krone aufgesetzt und das zepter gereicht.
und weil ich dir gern dienen will, darf ich in dir wohnen.
ich hab' dir rosen mitgebracht,
fühlte mich groß und mein herz hat laut gepocht.
du hast die tür aufgemacht,
aber du hast madonnenlilien lieber gemocht.
du bist die endstation, du bist der todesstoß
von der klippe der hingabe in den abgrund der einsamkeit.
du stößt mich hinab, du wirfst mich aus deinem schoß
und rufst noch, dass du mich liebst und es war 'ne schöne zeit.
ich hab' mich dir in die hände gelegt
und du hast mich verloren,
hast deinen ast, an dem ich blühte, abgesägt.
vielleicht werd' ich als spatz wiedergeboren.
ich hab' mich dir vor die füße geworfen, demütig bis aufs blut
und du bist über mich gestolpert.
welches gefühl wäre angemessen – trauer, reue, wut?
die wagons sind über die bahngleise geholpert.
verkehrsbelastung
ich steh‘ im stau.
ich komm‘ zu spät,
ich weiß es genau.
vordermann steht
im gelben 2cv.
bis er sich bewegt,
ist die ampel wieder umgesprungen
und ich im viereck
und hab‘ mit schimpfwörtern gerungen
und mich aufgeregt.
und ich kann nicht bescheid sagen,
dass ich später komm‘,
kann mich nur zum leid fragen:
„warum hab‘ ich das autohandykabel nicht mitgenomm‘?“
mein akku ist leer,
handy tot,
ich atme schwer
und die ampel ist wieder rot.
ich fühl‘ mich in not,
doch irgendwo
in afrika
sind ‘ne million
menschen schon
so
lange vom hungertod
bedroht.
klar
ist es da
anders
und bei mir eigentlich
alles im lot,
wenn ich
so überdenk‘,
dass ich gerade immerhin ‘nen mercedes
lenk‘
und mir jedes
problem fern
ist
und ich nur bequem und gern
zur arbeit
eile,
während irgendwo auf der welt
menschen
schon seit
einer weile
hoffen,
dass die
zeit
ihre wunden heile
und mein verdeck
ist offen
und die sonne scheint herein.
und irgendwo werden flüchtlinge
in ihrem versteck
getroffen,
erschossen,
gewehre
lassen sie keine
menschen
sein.
ich bin so spät dran
vielleicht hängt mein job
davon
ab,
vielleicht hab‘
ich schon
gar keinen arbeitsplatz mehr,
doch ich mag
meinen arbeitsplatz sehr.
scheiß verkehr!
jedenfalls… arbeitsplatz – noch:
ich
muss eigentlich
gar nichts tun
und kann mich nur
von dem ganzen spaß ausruh’n,
den ich immer hab‘.
und irgendwo herrscht krieg
und gar nicht so weit weg knallen sich kinder ab
und ich lieg‘
hier in meinem sitz
und schwitz‘,
weil ich mir genug klamotten
leisten kann,
um zu viel anzuhaben.
hier wird man für marotten
nicht verfolgt.
schwarz-rot-gold,
wir sind stolz.
und ein schwarm raben
fegt
über mein auto hinweg,
über die büsche und den dreck
und das ganze grün
und wo die blumen auf den äckern blüh’n
und der wind sich legt.
sie lassen sich nieder,
ich komm‘ zu spät,
ich weiß es genau.
vordermann steht
im gelben 2cv.
bis er sich bewegt,
ist die ampel wieder umgesprungen
und ich im viereck
und hab‘ mit schimpfwörtern gerungen
und mich aufgeregt.
und ich kann nicht bescheid sagen,
dass ich später komm‘,
kann mich nur zum leid fragen:
„warum hab‘ ich das autohandykabel nicht mitgenomm‘?“
mein akku ist leer,
handy tot,
ich atme schwer
und die ampel ist wieder rot.
ich fühl‘ mich in not,
doch irgendwo
in afrika
sind ‘ne million
menschen schon
so
lange vom hungertod
bedroht.
klar
ist es da
anders
und bei mir eigentlich
alles im lot,
wenn ich
so überdenk‘,
dass ich gerade immerhin ‘nen mercedes
lenk‘
und mir jedes
problem fern
ist
und ich nur bequem und gern
zur arbeit
eile,
während irgendwo auf der welt
menschen
schon seit
einer weile
hoffen,
dass die
zeit
ihre wunden heile
und mein verdeck
ist offen
und die sonne scheint herein.
und irgendwo werden flüchtlinge
in ihrem versteck
getroffen,
erschossen,
gewehre
lassen sie keine
menschen
sein.
ich bin so spät dran
vielleicht hängt mein job
davon
ab,
vielleicht hab‘
ich schon
gar keinen arbeitsplatz mehr,
doch ich mag
meinen arbeitsplatz sehr.
scheiß verkehr!
jedenfalls… arbeitsplatz – noch:
ich
muss eigentlich
gar nichts tun
und kann mich nur
von dem ganzen spaß ausruh’n,
den ich immer hab‘.
und irgendwo herrscht krieg
und gar nicht so weit weg knallen sich kinder ab
und ich lieg‘
hier in meinem sitz
und schwitz‘,
weil ich mir genug klamotten
leisten kann,
um zu viel anzuhaben.
hier wird man für marotten
nicht verfolgt.
schwarz-rot-gold,
wir sind stolz.
und ein schwarm raben
fegt
über mein auto hinweg,
über die büsche und den dreck
und das ganze grün
und wo die blumen auf den äckern blüh’n
und der wind sich legt.
sie lassen sich nieder,
kommen immer wieder
und können die idylle dieses
paradieses
nicht trüben.
hier ist nichts übel.
hier kann
man
keine kritik
üben.
und über
politik
und können die idylle dieses
paradieses
nicht trüben.
hier ist nichts übel.
hier kann
man
keine kritik
üben.
und über
politik
und wirtschaft
lässt sich fluchen,
aber immerhin
haben wir sowas
und haben sowas
gesehen,
woanders haben
andere nicht einmal die kraft
danach zu suchen.
ich hab‘ gehört,
dass es manche stört,
aber ich weiß,
dass es nichts
als ein bisschen ärger heißt,
wenn mir eins
von den rabenviechern
auf die motorhaube scheißt.
aber hey,
aber immerhin
haben wir sowas
und haben sowas
gesehen,
woanders haben
andere nicht einmal die kraft
danach zu suchen.
ich hab‘ gehört,
dass es manche stört,
aber ich weiß,
dass es nichts
als ein bisschen ärger heißt,
wenn mir eins
von den rabenviechern
auf die motorhaube scheißt.
aber hey,
ist doch egal.
zedernholz,
edelstahl,
autostolz,
ein bisschen wasser –
alles wieder okay.
ich hab’s fast geschafft.
das ziel ist nicht mehr weit.
ich bin bereit.
warum geht’s denn nicht los?
was ist los?
mein eigenes los
hab‘ ich doch gerade für glücklich erklärt,
doch angesichts
nichts
als dieses gedränges
in der stadt
ist der optimismus erschwert.
ich hab’s satt!
was ist los?
haben die denn alle den führerschein im lotto gewonnen?
und warum verdammt nochmal hab‘ ich eigentlich noch nie im lotto gewonnen?
ich hab‘ nie gespielt –
vielleicht liegt
das ja daran…
verdammt, mann.
ich bin bereit.
warum geht’s denn nicht los?
was ist los?
mein eigenes los
hab‘ ich doch gerade für glücklich erklärt,
doch angesichts
nichts
als dieses gedränges
in der stadt
ist der optimismus erschwert.
ich hab’s satt!
was ist los?
haben die denn alle den führerschein im lotto gewonnen?
und warum verdammt nochmal hab‘ ich eigentlich noch nie im lotto gewonnen?
ich hab‘ nie gespielt –
vielleicht liegt
das ja daran…
verdammt, mann.
und jetzt komm‘ ich zu spät
und seh‘ im innenspiegel:
mein hemdkragen ist verdreht.
endlich rollt die zerschrammte ente los.
bald bin ich endlich die verdammte ente los.
ich hab‘ kurz angst, sie könnte rückwärts rollen,
bin schon fast hinten drauf gefahren.
das wird keiner von uns wollen.
obwohl…
ich würd‘ ihr schon gern den bürzel
mal ordentlich kürzen,
sie schubsen, damit sie endlich abhaut,
sonst werd‘ ich hier aber noch ordentlich laut.
autofahren
soll laufen sparen!
ich steh‘ so nah an meinem vordermann,
dass ich fast schon erkennen kann,
welchen radiosender er hört.
wenn der mich noch weiter stört
und abhält
und nicht merkt, dass mir das nicht gefällt
und ich fahren will,
dann bin ich nicht mehr still.
der ist dran.
in meiner fantasie –
sonst natürlich nie –
überroll‘
ich die
ente gerade.
wie schade
für ihn,
aber ich fänd‘ es irgendwie
toll.
ich scheuch‘
den gedanken
fort
und entfleuch‘
in die seitenstraße,
wo die bahnschranken
die bahn schranken
und dort
bieg‘ ich ab.
jetzt geht’s ab!
ich bin auf trab
und im trab
geht’s den hang
im wohngebiet
hinab.
mein wagen liegt
in der scharfen kurve,
linke
straße.
ich blinke
nicht, weil ich allen davonrase.
ein breites grinsen
im gesicht,
und doch:
ein leises winseln
hör‘ ich mir entflieh’n,
wegen dem adrenalin,
doch ich fürcht‘ mich nicht.
jetzt an anzieh’n
und dann
komm‘ ich an.
mein lieblingparkplatz
gleich vor der pforte
ist frei.
ich bin dabei,
mich zu entspannen.
die sekunden verrannen,
aber ich hab‘ die zeit besiegt.
die autotür fliegt
hinter mir zu,
schlüssel gleitet in die tasche.
bin wieder drauf,
ich werd‘ das schon machen.
einmal zu spät? da kann ich nur lachen.
das ist die sorte
tag,
die ich mag.
ich bin voll drauf,
ich bin gut drauf
und ich lauf‘
und find’s so gut,
wie ich mich verkauf‘.
so kann’s geh’n.
anzug, aktenkoffer – masche
unangekratzt
und mein kragen dann ja doch nicht geplatzt,
nur verdreht,
aber schell wieder zurechtgelegt.
und ich seh‘ auf die armbanduhr,
denn anhand der merk‘ ich nur:
und seh‘ im innenspiegel:
mein hemdkragen ist verdreht.
endlich rollt die zerschrammte ente los.
bald bin ich endlich die verdammte ente los.
ich hab‘ kurz angst, sie könnte rückwärts rollen,
bin schon fast hinten drauf gefahren.
das wird keiner von uns wollen.
obwohl…
ich würd‘ ihr schon gern den bürzel
mal ordentlich kürzen,
sie schubsen, damit sie endlich abhaut,
sonst werd‘ ich hier aber noch ordentlich laut.
autofahren
soll laufen sparen!
ich steh‘ so nah an meinem vordermann,
dass ich fast schon erkennen kann,
welchen radiosender er hört.
wenn der mich noch weiter stört
und abhält
und nicht merkt, dass mir das nicht gefällt
und ich fahren will,
dann bin ich nicht mehr still.
der ist dran.
in meiner fantasie –
sonst natürlich nie –
überroll‘
ich die
ente gerade.
wie schade
für ihn,
aber ich fänd‘ es irgendwie
toll.
ich scheuch‘
den gedanken
fort
und entfleuch‘
in die seitenstraße,
wo die bahnschranken
die bahn schranken
und dort
bieg‘ ich ab.
jetzt geht’s ab!
ich bin auf trab
und im trab
geht’s den hang
im wohngebiet
hinab.
mein wagen liegt
in der scharfen kurve,
linke
straße.
ich blinke
nicht, weil ich allen davonrase.
ein breites grinsen
im gesicht,
und doch:
ein leises winseln
hör‘ ich mir entflieh’n,
wegen dem adrenalin,
doch ich fürcht‘ mich nicht.
jetzt an anzieh’n
und dann
komm‘ ich an.
mein lieblingparkplatz
gleich vor der pforte
ist frei.
ich bin dabei,
mich zu entspannen.
die sekunden verrannen,
aber ich hab‘ die zeit besiegt.
die autotür fliegt
hinter mir zu,
schlüssel gleitet in die tasche.
bin wieder drauf,
ich werd‘ das schon machen.
einmal zu spät? da kann ich nur lachen.
das ist die sorte
tag,
die ich mag.
ich bin voll drauf,
ich bin gut drauf
und ich lauf‘
und find’s so gut,
wie ich mich verkauf‘.
so kann’s geh’n.
anzug, aktenkoffer – masche
unangekratzt
und mein kragen dann ja doch nicht geplatzt,
nur verdreht,
aber schell wieder zurechtgelegt.
und ich seh‘ auf die armbanduhr,
denn anhand der merk‘ ich nur:
ich bin gar nicht zu spät.
ohne worte
liebe sagen
aussprechen
vielleicht fühlen
vielleicht meinen
aber
nichts sagen
liebe sagen
und liebe
zerstören
weil liebe
unsagbar
unbeschreiblich
lieber
ungenannt
ungeschändet
bleibt
vielleicht gefühlt
vielleicht gemeint.
aussprechen
vielleicht fühlen
vielleicht meinen
aber
nichts sagen
liebe sagen
und liebe
zerstören
weil liebe
unsagbar
unbeschreiblich
lieber
ungenannt
ungeschändet
bleibt
vielleicht gefühlt
vielleicht gemeint.
eisvogel
abgründe
schonend
beigebracht
todsünde
lohnend
losgemacht
von schneeweißen ketten
und konnte alles retten.
schonend
beigebracht
todsünde
lohnend
losgemacht
von schneeweißen ketten
und konnte alles retten.
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