aufbäumen.

wir wachsen mit den niederschlägen;
leben nennen sie‘s. und sägen
an den ästen und den zweigen
derer, die voll angst sich zeigen.

sie zweigen ihre maße auf,
doch wirken nur von fern groß.
wenn ich über die straße lauf‘,
dann fühl‘ ich mich oft kernlos.

kennst du das? die triebe: narben,
von wo blätter einst geflogen,
sich entfal(l)teten und starben.
meine zweige sind verbogen.

winterwind ruft deinen namen,
füllet deine lungen ganz.
weißt du noch, woher wir kamen?
blätterrascheln – totentanz.

entwurzelt trägst du deine krone.
jeder träumer, kopf gesenkt,
soll bald wissen, dass sich‘s lohne,
wird er denn von dir beschenkt.

dein schatten, rosskastanienbaum,
hat sonnenstrahlen aufgefangen,
dass einkehr findet und auch raum,
wer still deinen weg gegangen.
            
              

2 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

es ist so schön mein schatz:)

The_Pretender hat gesagt…

Danke, du süßes Ding :')