悟り
für den allertollsten menschen, ganz fehlerlos,
der dir so natürlich wunderbar erscheint,
läuft vermutlich nicht immer alles grandios
und er hat sicher auch schon mal geweint.
der dir so natürlich wunderbar erscheint,
läuft vermutlich nicht immer alles grandios
und er hat sicher auch schon mal geweint.
verpasst
ich hab' so viel von dir gelernt,
ich hab' mir so viel abgeschaut.
hab' mich so weit von dir entfernt.
hab' ich mir jetzt alles verbaut?
ich hab' mir so viel abgeschaut.
hab' mich so weit von dir entfernt.
hab' ich mir jetzt alles verbaut?
theorie und praxis
ich hab' schon wieder so viel erkannt.
ich hätt's am liebsten sofort angewandt. aber wie?
ich hätt's am liebsten sofort angewandt. aber wie?
allee des schweigens
ich geh' alles durch in gedanken.
nichts ist neben dir von relevanz.
ich überwinde nicht die schranken
meiner beschränktheit und dilettanz.
du glaubst es nicht. ich will dir so viel sagen.
dieser druck bringt mich zum bersten.
wo sind die worte, die hier so lange lagen?
ich kann nicht, will ich's noch am sehrsten!
nichts ist neben dir von relevanz.
ich überwinde nicht die schranken
meiner beschränktheit und dilettanz.
du glaubst es nicht. ich will dir so viel sagen.
dieser druck bringt mich zum bersten.
wo sind die worte, die hier so lange lagen?
ich kann nicht, will ich's noch am sehrsten!
freundin der weisheit
sterben ist das einfachste von allen dingen. sie hat zu mir gesagt, sterben
sei das einfachste. sie hat nicht lange darüber nachgedacht, denn für sie
war es klar. für sie ist immer alles so klar. sie hat das universum in ihren
augen. das unvorstellbare ist für sie das offensichtliche. ich sehe nicht
über ihren tellerrand hinaus. sterben ist das einfachste, sagt sie zu mir.
und ich bin erschüttert und niedergeschlagen, weil diese worte weh tun.
ich hab' es so oft versucht, das einfachste, aber ich bin immer noch am
leben. ich bin unfähig, das einfachste zu bewältigen. ich bin am leben,
sage ich zu ihr. und sie sagt, leben ist das schwerste. weil nur lebendig
ist, wer richtig lebt. und ich schleppe mich nur von tag zu tag - falsch.
sei das einfachste. sie hat nicht lange darüber nachgedacht, denn für sie
war es klar. für sie ist immer alles so klar. sie hat das universum in ihren
augen. das unvorstellbare ist für sie das offensichtliche. ich sehe nicht
über ihren tellerrand hinaus. sterben ist das einfachste, sagt sie zu mir.
und ich bin erschüttert und niedergeschlagen, weil diese worte weh tun.
ich hab' es so oft versucht, das einfachste, aber ich bin immer noch am
leben. ich bin unfähig, das einfachste zu bewältigen. ich bin am leben,
sage ich zu ihr. und sie sagt, leben ist das schwerste. weil nur lebendig
ist, wer richtig lebt. und ich schleppe mich nur von tag zu tag - falsch.
prüfung
sich mit hässlichen menschen zu umgeben, dafür hat sie keinen grund,
sagt sie, sie kennt nur hübsche und da ließe sich nichts machen.
sie beendet den satz, wir stehen immer noch zusammen, ich sehe mich
um und
als ihre worte bei mir angekommen sind, muss ich plötzlich lachen.
sagt sie, sie kennt nur hübsche und da ließe sich nichts machen.
sie beendet den satz, wir stehen immer noch zusammen, ich sehe mich
um und
als ihre worte bei mir angekommen sind, muss ich plötzlich lachen.
hero of war
er setzt die waffe an,
gerüstet zum gefecht.
das schärfere geschoss
hat im kriege immer recht.
gerüstet zum gefecht.
das schärfere geschoss
hat im kriege immer recht.
ring?
sitzt er immer noch vor deinem haus?
sitzt er immer noch vor deinem zimmer?
siehst du immer noch hinaus?
willst du ihn immer noch für immer?
sitzt er immer noch vor deinem zimmer?
siehst du immer noch hinaus?
willst du ihn immer noch für immer?
würdiger abgang
bäume weichen,
nebel lichtet sich.
schatten verbleichen.
ich sehe dich.
ein schimmer am horizont
fragt und ruft nach mir.
verirrung bin ich gewohnt.
es ist des todes revier.
ich geh' dem ende entgegen
mit einem lächeln im gesicht.
das ende ist abgelegen,
doch das schreckt mich nicht.
gleich bin ich am ziel
und ich bin bereit.
ich wollte nicht viel,
nur etwas mehr freiheit.
schritte auf morschem holz.
ich spür' mich entgleiten.
es heißt wegen dem stolz
eine grenze überschreiten.
nebel lichtet sich.
schatten verbleichen.
ich sehe dich.
ein schimmer am horizont
fragt und ruft nach mir.
verirrung bin ich gewohnt.
es ist des todes revier.
ich geh' dem ende entgegen
mit einem lächeln im gesicht.
das ende ist abgelegen,
doch das schreckt mich nicht.
gleich bin ich am ziel
und ich bin bereit.
ich wollte nicht viel,
nur etwas mehr freiheit.
schritte auf morschem holz.
ich spür' mich entgleiten.
es heißt wegen dem stolz
eine grenze überschreiten.
zweite chance
hellblaue wände. schrank, bett, regalsystem. eine stehlampe mit winnie-
the-pooh-aufdruck. im schneidersitz suche ich also bauklötze zusammen
und packe sie in eine schachtel. immer, wenn ich nervös bin, muss ich
etwas mit meinen händen anstellen. ich hätte nie gedacht, dass wir ein
solches gespräch einmal auf einem spielteppich in einem kinderzimmer
führen würden. und ich hätte nie gedacht, dass ich mich beim anblick
deiner grimassen und deiner anstalten, meinen sohn zu unterhalten, ein
weiteres mal in dich verlieben würde. er ist immerhin auch dein sohn.
bleib. bleib hier und geh nicht. bitte, geh nicht weg. ich kann es nicht
aussprechen, doch ich brauche dich. bitte geh' nicht noch einmal weg.
the-pooh-aufdruck. im schneidersitz suche ich also bauklötze zusammen
und packe sie in eine schachtel. immer, wenn ich nervös bin, muss ich
etwas mit meinen händen anstellen. ich hätte nie gedacht, dass wir ein
solches gespräch einmal auf einem spielteppich in einem kinderzimmer
führen würden. und ich hätte nie gedacht, dass ich mich beim anblick
deiner grimassen und deiner anstalten, meinen sohn zu unterhalten, ein
weiteres mal in dich verlieben würde. er ist immerhin auch dein sohn.
bleib. bleib hier und geh nicht. bitte, geh nicht weg. ich kann es nicht
aussprechen, doch ich brauche dich. bitte geh' nicht noch einmal weg.
regen
tropfen, regentropfen tropfen.
tropfen tropfen mit dem regen.
ich hör' sie an mein fenster klopfen
und wie sie sich im takt bewegen.
regentropfen regnen rege.
regen tropft. ich reg' mich nicht.
regen ist auf seinem wege.
regen tropft mir ins gesicht.
regen tropft vor melancholie.
regen regnet, ohne zu glauben.
regen regnet, regen ruht nie.
regen tropft aus meinen augen.
tropfen tropfen mit dem regen.
ich hör' sie an mein fenster klopfen
und wie sie sich im takt bewegen.
regentropfen regnen rege.
regen tropft. ich reg' mich nicht.
regen ist auf seinem wege.
regen tropft mir ins gesicht.
regen tropft vor melancholie.
regen regnet, ohne zu glauben.
regen regnet, regen ruht nie.
regen tropft aus meinen augen.
schade
ich hab' meine einstellung geändert. du deine leider auch.
na, und jetzt passen wir überhaupt nicht mehr zusammen.
na, und jetzt passen wir überhaupt nicht mehr zusammen.
danke dir, dennis!
danke für deine zeit für mich, für deine zuwendung, für deine zuneigung.
danke für deinen zuspruch, für deine zustimmung, für dein zutun. danke
fürs unterhalten, fürs untermauern, fürs immer unterstützen. danke fürs
annehmen, fürs anerkennen, fürs anlächeln. danke fürs mit mir reden,
fürs mit mir gehen, fürs mit mir lachen. danke fürs mitkommen, fürs
mitnehmen, fürs mitfühlen. danke fürs nachfragen, fürs nachhaken und
fürs niemals nachgeben. danke fürs verstehen, fürs vertrauen und fürs
verzeihen. danke fürs zuhören, fürs zunicken, fürs gut zureden. danke
fürs aufwecken, fürs aufmuntern, fürs aufpassen. danke fürs aufbauen,
fürs aufheben, fürs nie aufgeben. danke fürs aufziehen, fürs auflaufen
lassen und auffangen. danke fürs immer genau hinschauen, fürs immer
überall hinkommen, fürs meine macken einfach hinnehmen. danke fürs
anhalten, fürs behalten und fürs erhalten. danke fürs aushalten, fürs
abhalten, fürs festhalten. danke fürs in meinem leben sein, fürs mein
leben erhellen, fürs leben retten. danke fürs gefunden worden sein, fürs
gefunden haben, fürs immer wieder finden, fürs gut finden. danke fürs
behilflich sein. danke fürs da sein. und danke, danke fürs freund sein.
danke für deinen zuspruch, für deine zustimmung, für dein zutun. danke
fürs unterhalten, fürs untermauern, fürs immer unterstützen. danke fürs
annehmen, fürs anerkennen, fürs anlächeln. danke fürs mit mir reden,
fürs mit mir gehen, fürs mit mir lachen. danke fürs mitkommen, fürs
mitnehmen, fürs mitfühlen. danke fürs nachfragen, fürs nachhaken und
fürs niemals nachgeben. danke fürs verstehen, fürs vertrauen und fürs
verzeihen. danke fürs zuhören, fürs zunicken, fürs gut zureden. danke
fürs aufwecken, fürs aufmuntern, fürs aufpassen. danke fürs aufbauen,
fürs aufheben, fürs nie aufgeben. danke fürs aufziehen, fürs auflaufen
lassen und auffangen. danke fürs immer genau hinschauen, fürs immer
überall hinkommen, fürs meine macken einfach hinnehmen. danke fürs
anhalten, fürs behalten und fürs erhalten. danke fürs aushalten, fürs
abhalten, fürs festhalten. danke fürs in meinem leben sein, fürs mein
leben erhellen, fürs leben retten. danke fürs gefunden worden sein, fürs
gefunden haben, fürs immer wieder finden, fürs gut finden. danke fürs
behilflich sein. danke fürs da sein. und danke, danke fürs freund sein.
drang, zwang und anfang
meine worte an dich,
meine größten worte,
suche ich vergeblich,
wie dich an diesem orte.
mein bestreben, dass ich dich finde,
wo ich doch so lang schon suche,
wird weggeweht vom winde,
wie ein blatt von dieser buche.
mein nachmittag unter diesem baum
klingt aus, während ich noch verharre.
dich hier zu treffen, erwart' ich kaum.
ich fall' besser jetzt schon in winterstarre.
mein plan, dich nun über mich aufzuklären,
wirft sogar zweifel in mir selbst auf.
würde unsere beziehung trotzdem währen?
das schicksal nimmt und ich lass' ihm seinen lauf.
mein dringendstes anliegen
braucht das längste vorbereiten.
wie kann ich dich dazu kriegen,
nicht an mir vorbeizuschreiten?
meine erschütterndste beichte,
das bekenntnis zu einem vergehen,
ist für uns beide keine leichte -
und doch muss ich's dir gestehen!
mein drang, mit dir zu sprechen,
ist von ein paar tatsachen,
so scheint's, kinderleicht zu brechen.
was soll ich denn nur machen?
so vieles will ich dir sagen,
doch das eine muss zuerst.
würdest du selbst nur fragen,
damit du bald alles erfährst!
meine größten worte,
suche ich vergeblich,
wie dich an diesem orte.
mein bestreben, dass ich dich finde,
wo ich doch so lang schon suche,
wird weggeweht vom winde,
wie ein blatt von dieser buche.
mein nachmittag unter diesem baum
klingt aus, während ich noch verharre.
dich hier zu treffen, erwart' ich kaum.
ich fall' besser jetzt schon in winterstarre.
mein plan, dich nun über mich aufzuklären,
wirft sogar zweifel in mir selbst auf.
würde unsere beziehung trotzdem währen?
das schicksal nimmt und ich lass' ihm seinen lauf.
mein dringendstes anliegen
braucht das längste vorbereiten.
wie kann ich dich dazu kriegen,
nicht an mir vorbeizuschreiten?
meine erschütterndste beichte,
das bekenntnis zu einem vergehen,
ist für uns beide keine leichte -
und doch muss ich's dir gestehen!
mein drang, mit dir zu sprechen,
ist von ein paar tatsachen,
so scheint's, kinderleicht zu brechen.
was soll ich denn nur machen?
so vieles will ich dir sagen,
doch das eine muss zuerst.
würdest du selbst nur fragen,
damit du bald alles erfährst!
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